Deinste liegt an der Bahnstrecke Bremen – Stade. Das Deutsche Feld- und Kleinbahnmuseum ist direkt am Bahnhof plaziert. Zu einem Ausflug dorthin kann der Moorexpress Bremen – Stade genutzt werden.

Das Museum besitzt ein kleines Gebäude am Ende des Bahnhofs. Hier beginnt die Strecke der Feldbahn. Sie führt am Gelände des Bertriebswerks und einer Straße entlang bis Lütjenkamp. Dort befindet sich ein Schuppen, in dem sich interessante Schaustücke befinden. Unter anderem steht dort eine Elektro-Feldbahnlok. Das Museum ist von Ende März und Anfang Oktober Samstags, Sonntags und an Feiertagen geöffnet. An diesen Tagen fahren stündlich Züge zwischen Deinste und Lütjenkamp.

Dieser Zug bestehend aus einer Diema DL6 von 1959 und zwei Personenloren fährt die Besucher nach Lütjenkamp. Die Lok dahinter ist aufgebockt.
Sehr kreativ und komfortabel ist die Verbindung der Passagierloren mit Kupplungen aus dem PKW-Bereich. Durch die feste Länge entfällt das starke Ruckeln, was beim Kuppeln mit Ketten auftritt.

Eine Fahrt auf der Museumsstrecke

Am 21.9.08 habe ich das Museum besucht, war am Sonntagmorgen der einzige Besucher und wurde sehr freundlich empfangen. Als erstes löste ich eine Fahrkarte, hatte aber fast eine Stunde Zeit um mich umzusehen. Diese nutzte ich natürlich um ausgiebig Fotos zu schießen.

Der Fahrplan wird genau eingehalten. So fahre ich als einziger Passagier erst bis zum Haltepunkt Hagel. Hier gibt es ein Ausweichgleis, das Zugkreuzungen ermöglicht.

Der Zug steht im Bahnhof Hagel. Auf der ersten Lore liegt meine die Fotoausrüstung.

Nach angemessener Aufenthaltszeit geht es weiter nach Lütjenkamp. Dort hat die offiziell befahrene Strecke ihr Ende. An einer Erweiterung, die durch die Felder geht, wird gebaut. Sie kann aber nur außerhalb der Wachstumsperioden erstellt werden, weil nur dann Bagger und LKW auf die Felder fahren können.

Der Zug ist in Lütjenkamp angekommen. Im Schuppen sind die “Schätze“ des Museums untergebracht.

In Lütjenkamp wird der Zug gewendet. Danach geht es mit Zwischenstopp in Hagel zurück zum Museum.

Lokomotiven

Hier sollen die Lokomotiven des Museums beschrieben werden. Von einigen habe ich nur wenige Bilder und Informationen. Sie habe ich hier zusammengestellt. Genauere Beschreibungen sind über die Links am Ende dieser Seite zu erreichen.

Den Anfang macht der Strüver Schienenkuli, den ich bei einem Besuch am 11.9.05 fotografiert habe.

Der Strüver Schienenkuli ist von 1959 und hat 6 PS.
Diese Lok LKM Type: Ns2f Nr.: 248514, ex. Sodawerke Stassfurt wurde bei LOWA in Karl-Marx-Stadt in der ehemaligen DDR gebaut. Sie wird augenblicklich überarbeitet.
Lok 24 ließ sich in der Enge des Betriebswerk nur aus einer Persepektive ablichten. Sie ist eine Gmeinder Nr. 4269 Type HF 50 B von 1944 mit einer Leistung von 50 PS und einem Gewicht von 8 t.
Lok Nr. 27 ist in dem Zustand, wie sie zum Museum gekommen ist. Sie ist eine Schöma Nr. 3039 , eine CHL60G, Bauart Bdh von 1967 mit 10,5 t Gewicht.
Wie der angehängte Zug zeigt, wird diese Schöma-Lok vom Typ CHL20G im Bauzugdienst eingesetzt.

Diesellok Nr. 1

Schöma Lok 1 ist die Nr. 2570 von 1962 eine CDL 28. Sie ist vom Torfwerk Dieter Meiners in Steinau übernommen worden. Die Schöma-Lok zeigte sich am 21.9.08 in einem ausgesprochen guten Zustand.

Die Lok stand am 21.9.2008 gut verschlossen im Betriebswerk.
Die frei stehende Lok ermöglicht eine neue Perspektive.

Grubenlok Nr. 6

Die Grubenlok wurde 1967 beim Hersteller Barz gebaut. Sie hat zwei Elektromotoren mit je 11 kW Leistung. An Fahrtagen wird sie mit einem Grubenpersonenzug eingesetzt.

Die Grubenlok habe ich am 11.9.05 fotografiert. Sie wirkt trotz des kleinen Radstands beeindruckend groß und war wie man am Firmenlogo erkennt bei der RAG eingesetzt.
Die Bedienelemente der Lok
In den beiden zur Grubenlok passenden Personenwagen muss man den Kopf schon sehr einziehen.

Diesellok Nr. 14

Lok 14 ist eine Deutz OMZ 122 F von 1938. Mit 7 t Gewicht und 40 PS Leistung gehört sie zu den größeren Loks des Museum. Sie kam 1979 als Spende zum Museum. Im Winter 1985/86 wurde die Lok komplett überarbeitet.

Am 11.9.05 steht die Lok einsatzbereit im Bahnhof. Der Motor wird mit Luft aus der Druckluftflasche im Führerhaus gestartet.
Am 21.9.08 ist das Führerhaus verschlossen. Da sie mit dem hinteren Zug gekuppelt ist, wird sie wohl im Einsatz stehen.

Diesellok Nr. 23

Lok 23 ist eine Diema DS28 von 1958 mit 28 PS und 4,3 t Gewicht.

Die Lok steht am 21.9.08 mit einem Zug gekuppelt auf dem Abstellgleis am Bahnhof
Von schräg hinten kann man einen Blick ins Führerhaus erhaschen.

Wagen

Dieser Wagen von 1919 wurde 1973 mit zwei anderen in der JVA in Norderstedt entdeckt. Sie dienten als Aufenthaltsraum. Mit Drehgestellen der Waldeisenbahn Muskau wurden die Wagen zwischen 1978 und 1989 wieder in Stand gesetzt.
Dieser Wagen ist ein Eigenbau-Fahrzeug der Klasmann-Werke in Groß Hesepe. Er hat 20 Sitzplätze.
Dieser Falkutativwagen wurde 1911 gebaut und kam 1978 zum Deutschen Feld- und Kleinbahnmuseum. 1990 wurde er aufgearbeitet.

Quelle: www.kleinbahn-deinste.de