Fallschutz

PTLBAHN bietet für Industriegebäude einen Bausatz „5m-Aufstieg mit Fallschutz“ an. Er hat die Bestellnummer 335020. Die Ätzplatine ist gut durchdacht, die Anleitung lässt aber Fragen offen. So ist nicht ganz klar, was zum „Halterrahmenteil E“, das entfernt werden soll, gehört.

Der Bausatz auf der Anleitung

Ich lasse den Rahmen dran, denn er verhindert recht zuverlässig, „daß (das) Podestgeländer NICHT mit gebogen wird“. Mit Hilfe der Biegemarken (B) lässt sich der Fallschutz recht gut biegen. Dann wird die Leiter eingelötet. Hier gibt es angeätzte Marken, die das Ausrichten der Leiter erleichtern. Sie zu finden ist aber nur mit einer 5-Dioptrin-Lupe möglich. Mit Lötwasser und nur wenig Lötzinn gelingt es am Ende schnell.

Um das Podest einzubauen, muss ich Teile des Rahmens um das Geländer herum entfernen. Bis ich die Grundplatte verlötet habe, ist das Geländer völlig verbogen. Das Richten klappt so Oh La La. Für die Airbrush-Lackierung trenne ich eine Seite des Ätzrahmens, damit ich auch von hinten herankomme.

Die fertige Leiter

Wie schon beim Bauzaun lass ich den Platinenrahmen als Transportschutz stehen. Das ist wegen des viel zu weichen Materials notwendig. Auch erneuere ich die Kritik, die ich beim Bau der Sonnenliegen geäußert habe. Es reicht nicht, Bausätze einfach nach Z herunter zu skalieren. So habe ich anfangs die in der Anleitung erwähnten Kerben, die als Bohrlehre benutzt werden sollen, nicht gefunden. Sie sind zu klein. Auch das Material muss widerstandsfähiger sein. Der freie Teil der Leiter ist mir beim Lackieren mehrmals verbogen.

Ich sollte übrigens noch die Bierzeltgarnitur und Campingstühle bauen. Das habe ich aufgegeben, als mir die Beine des Biertisches beim Hinstellen für das Foto verbogen sind. Vor 20 Jahren gab es viele Bausätze von Detlev Beier. Sie waren noch filigraner und viel stabiler.

Wenn ich dafür Verwendung hätte, würde ich trotzdem diesen Bausatz und den Bauzaun für mich bauen. Es gibt ja keine Konkurrenzprodukte.

Baustellensicherung

PTLBahn bietet unter Bestellnummer 310002 einen Bauzaun als Ätzbausatz an. Die Ätzung ist filigran und durchdacht.

Der Bausatz auf der Anleitung

Die Füße werden auf umgedrehten Platinenmaterial mit dem Skalpell ausgeschnitten. Dann werden sie gefaltet, was eine besondere Herausforderung darstellt. Ich habe keine Zange oder Pinzette, die schmal genug ist, um zwischen die hochgeklappten Seiten zu passen. Erst nach dem fünften Fuß habe ich eine akzeptable Technik entwickelt.

  1. Die erste Seite mit der Flachzange um 90° hochbiegen
  2. Mit einem Schraubendreher das Bauteil auf die Arbeitsfläche drücken und mit einem zweiten Schraubendreher die Seite leicht hoch biegen
  3. In gleicher Weise die Kopfteile um 90° hoch biegen; sie müssen zwischen den Seiten platziert sein.
  4. Mit einem Schraubendreher das Bauteil wieder auf die Arbeitsfläche drücken und mit der Flachzange die Seitenteile zusammen biegen. Die Kopfteile verhindern, dass die Seitenteile zu weit gebogen werden.
Biegen mit zwei Schraubendrehern

Den Zaun lackiere ich eisenfarben und die Füße in einem schmutzigen Grau. Da das Modell nicht für mich ist, lasse ich den Zaun in der Ätzplantine. Bei dem sehr weichen PTL-Material ist das als Transportsicherung notwendig. Nur zum Testen schneide ich zwei Halterungen ab. Beim Einfädeln eines Fußes merke ich, dass die Löcher auf 0,4mm aufgebohrt werden müssen.

Ein Fuß ist montiert.

Holzkisten von Kotol

Kotol bietet unter dem Namen „Primus87“ verschiedene gelaserte Kartonbausätze an. Auch wenn sie für H0 hergestellt sind, eignen sie sich auch als Ladegut oder Ausgestaltung von Fabrikhöfen in Spur Z. Ich baue Kisten der Serien 600 und 607. Innerhalb der Serien unterscheiden sie sich nur durch die Bedruckung. Das Konstruktionsprinzip ist bei beiden Serien gleich.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: der Bausatz auf der Bauanleitung

Zum Kleben benutze ich verdünnten Weißleim. Er klebt fast so schnell wie Sekundenkleber. An sonsten halte ich mich genau an die Bauanleitung. Durch die Steckverbindungen geht der Bau der eigentlichen Kiste gut von der Hand. Weil sie mit der Hand ausgerichtet werden müssen, ist die Montage der äußeren Hölzer recht fummelig. Für die erste Kiste benötige ich etwa eine halbe Stunde. Die weiteren schaffe ich in 20 Minuten.

Während in den unteren Kisten große Maschinenteile sein können, ist die obere für Düngemittel überdimensioniert.

Bananen auf Tour

Bananenwagen waren mir schon immer zu knallig und bunt. Wenn ich einen hatte, wurde er sehr schnell umlackiert. Der Schienenreinigungswagen eines Freundes funktionierte nicht so wie er sollte. Also musste ich mal wieder basteln. Danach kam noch etwas Schmutz dazu.

So sieht ein Bananenwagen endlich mal akzeptabel aus.

Wagenverlängerung

Ein Flachwagen ist leider genau zwei Millimeter zu kurz. Stelle ich zwei kurze Barum-Wagen drauf, kommt eine Achse auf der Stirnwand zum Stehen. Also baue ich aus zwei Flachwagen einen langen und einen kurzen.

Die Spenderfahrzeuge

Zuerst entferne ich die Trittstufen, die an einem Flachwagen nichts zu suchen haben. Dann säge ich einen Wagen rechts von der zweiten Verstrebung neben der Beschriftung ab. Der zweite Wagen wird in der Mitte getrennt. Hierbei merke ich, dass das Sägen mit der Laubsäge zu unpräzise ist, also hole ich die Minikreissäge heraus. Weil im Wagenboden ein Metallgewicht versteckt ist, scheitert der erste Versuch im Hitzestau.

Der kürzere Teil des Wagens ist geschmolzen. Nur die die Pufferbohle mit Kupplung sind noch zu retten.

So muss ich also aus drei Wagen zwei machen.

Ein langer und ein kurzer Wagen werden entstehen.

Die Beschwerungsbleche nutze ich, um das Fahrgestell wieder zusammen zu kleben. Erstaunlicherweise hält Sekundenkleber nicht auf dem schwarzen Fahrgestellkunststoff. Er löst ihn sogar an. Also benutze ich Uhu Kraft.

Das Fahrgestell des kurzen Wagens ist zusammen geklebt.

Eine Probefahrt auf dem Schreibtisch zeigt, dass der Wagen weiterhin leicht und geradeaus läuft. Die Ladefläche passe ich noch etwas mit der Feile an. Sie klebe ich dann mit Sekundenkleber auf das Fahrgestell. Mit dem längeren Wagen verfahre ich genauso, verpasse ihm aber noch ein Sprengwerk aus Messingdraht.

Drei verschiedene Längen: Der mittlere ist das Original von Märklin.

Nun kommt noch etwas Farbe ins Spiel, dann können die Wagen beladen werden.

Die beiden Wagen werden rangiert.

Liste der Arbeitsschritte

Aus den Erfahrungen mit diesem Umbau ergibt sich folgende Vorgehensweise:

  • Gehäuse vom Fahrwerk abnehmen, indem die Kupplungsstifte getrennt werden
  • Kupplungsstift oben verschmelzen
  • Beschwerungsblech herausnehmen
  • Gehäuse und Fahrgestell provisorisch verkleben
  • Beides auseinander sägen und anpassen
  • Fahrgestell und Gehäuse wieder trennen
  • Beschwerungsblech in den kürzeren Teil des Fahrgestells kleben
  • Längeren Teil des Fahrgestells an das Gewicht kleben, hierfür eventuell die Haltestifte abschneiden
  • Gehäuse auf dem Fahrgestell zusammen kleben
  • Optische Verbesserungen

Massenproduktion

Die Wagen des Zirkuszuges lassen sich mit vertretbarem Aufwand noch verbessern. Ich beginne mit den roten Felgen. Dann werden die Löcher für die roten Dachhaken mit weißer Spachtelmasse gefüllt. Der Nashorn-Schriftzug bleibt nur bei einem Wagen erhalten. Der Rest wird abgekratzt. Auch muss jede Deichsel hochgeklappt werden. Nur wenige Wagen benötigen Fensterscheiben.

24 Deichseln hochgeklappt, 56 Fenster verglast, 96 Felgen gemalt und 112 mal Löcher gespachtelt

Entlassungsfeier

Wer vier Sätze des Barumzugs besitzt, besitzt auch vier Wagen der Zirkusschule. Auch wenn Bildung wichtig ist, erscheint mir das nun etwas übertrieben. Also werden drei Wagen aus dem Schuldienst entlassen.

Das Entfernen der Beschriftung ist wegen der Bretterimitation schwierig. Am besten geht es mit dem Glashaarradierer, er schabt die Farbe auch in den Ritzen ab. Nur die äußeren Buchstaben bleiben recht gut sichtbar, weil ich die blaue Umrandung des Wagen stehen lassen möchte. Mit einem umgedrehten Skalpell schabe ich allerdings noch die Farbreste aus den Ritzen. Die blauen Striche unten werden so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass ich mich entschließe sie nachzumalen.

Die Schrift ist fast vollständig entfernt.

Die Decals bringe ich auf, wie beim Mercedes-Transporter beschrieben, jedoch benutze ich zum Festdrücken einen Borstenpinsel. So wird die Folie gut in die Vertiefungen der Bretterwand gedrückt. Für die Grifffestigkeit lackiere ich die fertigen Wagen mit mattem Klarlack.

Die Fenster stelle ich mit Overhead-Projektor-Folie dar. Zuerst messe ich ich eine Innenwand aus und drucke entsprechend große Rechtecke auf die Folie. Da die Wagen nicht mehr bewohnt werden, spitze ich die Rückseite der Folie in verschiedenen Grau- bis Brauntönen. Dann werden Fenster ausgeschnitten und von innen an die Wagenwände geklebt.

Die Wagen auf der von unten lackierten Folie

Nun muss nur noch das Dach aufgesetzt werden, die Löcher für die Dachhaken verspachtelt und die Deichsel hochgeklappt werden.

Die fertigen Wagen: Der genau hinschaut erkennt bei einem Wagen den Unterschied.

Der erste Wagen

Nachdem nun die ersten Zirkusfahrzeuge fertig gestellt sind, kann ich mit der Beladung anfangen.

Zuerst klappe ich die Deichsel hoch. Dann schneide ich aus Balsaholz kleine Keile.

Da Material ist vorbereitet.

Die Balsaholzstücke schiebe ich auseinander. Dann benetze ich immer ein Rad mit Weißleim und schiebe das Rad gegen einen Keil, den ich mir das Pinzette blockiere. Hierbei versuche ich nicht zu atmen, weil die Keile sonst von der Arbeitsplatte wehen. Was sich einfach anhört, ist doch eine Geduldsprobe. Die Trockenzeit pro Keil ist recht lang, so dass sie immer wieder herunterfallen.

Die Keile sind angeklebt.

Nach dem Trocknen benetze ich die Räder wieder mit Weißleim und Setze die Fahrzeuge auf einen Wagen.

Die Köf zieht den Wagen in den Bahnhof.

Mercedes Transporter

In der Fahrzeugkiste finde ich einen Mercedes T2 aus den 70er-Jahren für den Zirkuszug. Der Zirkus Barum hatte ein solches Fahrzeug, aber mit langer Fahrerkabine. Das Führerhaus des Modells ist verglast, so dass ich auf eine einfache Lackierung hoffe.

Das „Spenderfahrzeug“

Die Demontage gestaltet sich schwierig, da die Karosserie aus dünnem Material besteht. Der Glaskörper ist eingeklebt und hat die Vorderräder und die Stoßstange angespritzt. Mit dem Skalpell hebele ich die beiden Teile vorsichtig auseinander. Am Heck ergänze ich noch einen Unterfahrschutz und baue eine Plane für die Ladefläche.

Der Glaskörper ist ausgebaut.

Die Lackierung gestalte ich genauso wie schon beim ersten Zirkus-LKW.

Die Beschriftung erstelle ich am Computer und lasse mir beim Druckeronkel einen DIN-A-4-Bogen mit Decals drucken. Jeweils ein Decal schneide ich aus und wässere es fünf Sekunden in lauwarmen Wasser. Dann lege ich es zur Seite, damit der Kleber durchweicht. Während dessen bestreiche ich die Seite des LKW mit Decal Fix von Vallejo. Es ist einfach ein zusätzlicher Decal-Kleber. Dann bringe ich das Decal auf, drücke das Wasser mit einem Wattestäbchen aus und bestreiche das Decal noch einmal mit Decal Softerner vom gleichen Hersteller. Hierbei drücke ich fest auf, um das Decal in die Bretterfugen zu drücken.

Nach einer eintägigen Trockenzeit lackiere ich den gesamten LKW mit mattem Klarlack.

Der fertige LKW