Die Fernsprechbuden von Heckl Kleinserien sind in gewohnt hoher Qualität aus Messing geätzt. Vier Stück werden in der Platine geliefert. Nur die Dächer sind ausgeschnitten und vorgebogen. Die Anleitung ist ausführlich und und verständlich. Sie empfiehlt Sekundenkleber; ich löte aber lieber. So kann ich Fehler immer wieder korrigieren bis ich zufrieden bin.

Die Bauteile auf der Bauanleitung
Die Bauteile auf der Bauanleitung

Eigentlich ist der Anleitung nichts hinzuzufügen, trotzdem möchte ich die Vorgehensweise beim Löten beschreiben: Am Besten beginnt man schon in der Platine mit dem Vorverzinnen der Bauteile. Das sind die Bodenplatten im Bild links und die Dächer von der Rückseite. Die Klebestreifen des Budenkörpers sind bei den beiden linken Bauteilen im Bild unten und bei den beiden rechten oben. Die Rückseiten sind entsprechend vorzuverzinnen.

Nach dem Biegen des Grundkörpers wird die zu lötende Stelle mit eine Zange zusammen gedrückt und mit der Flamme erhitzt. Wegen des vorherigen Vorverzinnens hält die Lötstelle sofort. Die Bude wird dann auf die Grundplatte gesetzt und erhitzt. Die Zange drückt dabei die vorherige Lötstelle zusammen, damit sie nicht wieder löst. Es ist zu beachten, dass nur drei Seiten der Bude die Grundplatte berühren. Die Tür hat einen Lüftungsschlitz. Das Dach wird aufgelegt, ausgerichtet und von oben leicht angedrückt. Ein kurzes Erhitzen mit der Flamme reicht um es auf die Bude zu löten.

Die gelöteten Fernsprechbuden: In der Platine sind noch acht F-Tafeln.
Die gelöteten Fernsprechbuden: In der Platine sind noch acht F-Tafeln.

Die Fernsprechbuden werden mit einem Glashaar-Radierer von groben Schmutz und überstehenden Lötzinn gereinigt. Dann kommen sie in ein Tee-Ei und zur Entfettung in die Spülmaschine.

Die Lackierung erfolgt mit der Spritzpistole. Nach einer vorsichtigen Grundierung werden die Fernsprechbuden im grauen Grundton gespritzt. Dann erfolgt das Wheathering mit verschiedenen Braun- und Grüntönen. Die F-Tafeln bleiben sauber und gepflegt. Sie werden reinweiß gespritzt.

Das Aufbringen der Schiebebilder erfordert Geduld und eine ruhige Hand. Mit dem Skalpell wird ein „F“ so ausgeschnitten, dass eine Fahne zum Anfassen bleibt. Weil die Trägerfolie das gesamte Papier einnimmt, muss sie neben dem „F“ eingeschnitten werden. Hier darf man nur sehr wenig Druck aufgewendet werden, sonst reißt das Trägerpapier beim Verschieben des Schiebebilds.

Das ausgeschnittene Schiebebild: Zwischen F und schwarzem Strich erkennt man den Schnitt.
Das ausgeschnittene Schiebebild: Zwischen „F“ und schwarzem Strich erkennt man den Schnitt.

Das Schiebebild wird etwa 20 Sekunden in Wasser eingeweicht und auf einem Papiertaschentuch abgelegt. So wird überschüssiges Wasser abgesaugt. Nun wird das Schiebebild mit einem Zahnstocher auf die Tafel geschoben und mit einem feuchten Haarpinsel angedrückt. Nach den acht herzustellenden F-Tafeln hat man die Technik heraus. Sollte es einmal nicht wie gewünscht klappen, so hat Herr Heckl zwei Ersatz-Schiebebilder mitgeliefert.

Die beschrifteten Tafeln
Die beschrifteten Tafeln

Nach einer ausgiebigen Trockenphase können die Schiebebilder mit mattem Klarlack fixiert werden. Die Schilder werden mit dem Skalpell aus der Ätzplatine geschnitten und mit einem Tropfen Klarlack auf die Blechbuden geklebt. Ein weiterer Überzug mit Klarlack aus der Airbrush fixiert die Schilder dauerhaft.

Die Fernsprechbuden stehen bereit zum Abtransport.
Die Fernsprechbuden stehen bereit zum Abtransport.