Otti hatte auf der ersten Weihnachtsfeier die Zombula eingeführt. Hier bringt jeder ein kleines Z-Geschenk mit, das in einer Würfelrunde verspielt wird. Traditionell bastele ich hierfür kleine Dioramen wie die Pefferminzdose.

Im Auto lag eine HSV-Bonbon-Dose. Sie brachte mich auf die Idee, den auf Initiative des Freundeskreises der Spur Z Hamburg hergestellten HSV-Mannschaftsbus angemessen zu präsentieren.

 

Die Zutaten zum Diorama: Die Zugehörigkeit des Busses und der Dose sind eindeutig zu erkennen. Die Fans müssen noch angezogen (angemalt) werden. Das Muster des Maschendrahtzauns sollte ursprünglich eine sinnvolle Verwendung erhalten.
Die Zutaten zum Diorama: Die Zugehörigkeit des Busses und der Dose sind eindeutig zu erkennen. Die Fans müssen noch angezogen (angemalt) werden. Das Muster des Maschendrahtzauns sollte ursprünglich eine sinnvolle Verwendung erhalten.

Zuerst erstelle ich eine Grundplatte aus Sperrholz, die später in den Deckel eingeklebt werden soll. Das ist notwendig, weil die Dose sehr hoch ist, und der Bus von der Seite nicht mehr zu sehen wäre. Die Platte lackiere ich grau, damit sie sich nicht verzieht.

Während der Lack trocknet, suche ich die Figuren der Fans aus. Sie markiere ich am Gießast mit natürlich blauem Filzstift. Beim Anmalen bleiben sie im Gießast, bis alle Kleidungsstücke außer der Mütze fertig sind. Erst dann werden sie abgeschnitten und die Mütze gefärbt. So brauche ich die Figuren nicht unnötigerweise mit der Pinzette anzufassen.

Die Figuren sind im Gießast angemalt.
Die Figuren sind im Gießast angemalt.

Nachdem die Fans vom Gießast getrennt sind, klebe ich sie auf Doppelklebeband. So lassen sich Haare und Mützen einfacher malen. Zum Schluss binde ich ihnen noch den obligatorischen Schal um. Sonst können sie ja nicht ordentlich mit Lotto King Karl “Hamburg meine Perle“ singen.

Der Schal ist blaues Nähgarn, von dem ich ein langes Stück um den Hals binde. Damit das störrische Garn nicht absteht, halte ich es herunter und benetze den Knoten mit flüssigem Sekundenkleber. Erst später kürze ich die Schals mit einer scharfen Hautschere.

Der Autogrammjäger hat noch den ''langen'' Schal an.
Der Autogrammjäger hat noch den “langen“ Schal an.
Diese Fans werden den Bus belagern. Alle sind mit Schals ausgerüstet. Nur die Rothose nicht. Dafür ist sie oben in schwarz, weiß, blau gekleidet.
Diese Fans werden den Bus belagern. Alle sind mit Schals ausgerüstet. Nur die Rothose nicht. Dafür ist sie oben in schwarz, weiß, blau gekleidet.

Die Fahnen zeichne ich am Computer. Der doppelseitige Ausdruck gelingt mit nicht exakt. Das Papier wird immer falsch eingezogen. Irgendwann gebe ich auf, schneide die Fahnen so aus und klebe sie an die Figuren.

Auch der Parkplatz entsteht im Computer. Ich drucke ihn auf festes Papier, das auf die Grundplatte geklebt wird. Ein schmaler Gehweg aus einer Evergreenplatte bildet den Übergang zur Grünanlage. Zum angedeuteten Haus ist eine HSV-Raute eingelassen.

Weil der Parkplatz des Mannschaftsbus permanent zugeparkt war, ist er nun mit einem Gitter vom PKW-Parkplatz getrennt. Das Gitter entsteht aus einer geätzten Reling aus dem Schiffsmodellbau. Montiert wird sie in 0,4 mm-Löchern. Die neben gelegte Reling sorgt für exakt ausgerichtete Bohrlöcher.

Gegenüberliegend stehen zwei Pfähle, in die jeweils ein Kette eingehängt werden kann. Sie entsteht aus weißem Nähgarn, dem ich rote Streifen aufmale.

Das Gitter dient als Bohrschablone.
Das Gitter dient als Bohrschablone.

Der Eingang zum Haus ist natürlich auch mit den HSV-Farben und -Symbolen gestaltet. Aus Polystyrol gestalte ich eine Front mit einer Öffnung für die Tür. Sie entnehme ich aus einem miron art Ätzsatz. Die Tür wird von einem aus dem gleichen Satz entnommenen Art-Deko-Element eingerahmt. Beidseitig sind zwei Fenster in Form der Raute eingelassen. Die Fensterrahmen zeichne ich mit blauem Edding auf OHP-Folie. Das Dach entsteht aus gelaserter Teerpappe von MBZ. Nach der Montage erhält das Haus noch eine Rückwand, die noch verspachtelt und gemalt wird. Eine aufgeklebte HSV-Fahne vervollständigt die Ausstattung.

Der Hauseingang in mehrfacher Vergrößerung
Der Hauseingang in mehrfacher Vergrößerung

Die Rasenflächen male ich zuerst braun an und beflocke sie mit superfeinen Schaumstoff von Polak.

Zum Abschluss werden alle vorgesehenen Teile montiert. Auch wenn der Maschendrahtzaun nicht benutzt ist, sprechen die Bilder für sich.

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