Frost in Jordbergkirche

Die Ausstellung in Bad Schwartau wirft ihre heute harten Schatten voraus. Damit ich pünktlich nach der Arbeit los fahren kann, habe ich gestern schon einmal das Auto beladen. Heute morgen waren es dann -4°C und das Auto völlig vereist. Hoffentlich haben die Module den Temperaturunterschied gut überstanden.

Das Eis ist angetaut und hat sich in Schnee verwandelt.

Zum Glück muss ich erst nachmittags los. So spare ich mir eine Menge Eiskratzen.

Die Ladung ist ordentlich verzurrt. Es kann los gehen.

Obwohl die Straßen nicht frei von Eis sind, macht das Wetter gute Laune, so dass Peter, Peter und ich in Bad Schwartau fröhlich ausladen und mit dem Aufbau beginnen.

Der zugewiesene Platz ist belegt.
Die Module sind zusammen geschraubt.
Der Stand ist aufgebaut.

Es gab wahrscheinlich tatsächlich einen Frostschaden. Auf einem Modul sind die Schienenprofile abgerissen. Auf dem oberen Bild heizt gerade der Lötkolben auf, um sie neu an zu löten.

Wir sehen uns am Wochenende in Bad Schartau!

Jordbergkirche in Bad Schwartau

Am 19. und 20. Januar veranstalten die Eisenbahnfreunde Bad Schwartau ihre große Eisenbahnausstellung mit der nördlichsten Z-Convention Deutschlands.

Das werde ich mir natürlich nicht entgehen lassen und mit Jordbergkirche teilnehmen. Dann wird zum ersten Mal der Gudshof zu sehen sein. Natürlich dürfen Kinder und Erwachsen selbst mit den Digitalloks fahren und die Extras ausprobieren.

Jordbergkirche in Bad Oldesloe, in Bad Schwartau wird noch ein Modul mehr dabei sein.

Fahrtage und Sonderfahrten norddeutscher Museumsbahnen

Man kann ja mal schauen, ob schon eine Museumsbahn ihre Fahrpläne für das neue Jahr herausgegeben hat, dachte ich in der Erwartung, keinen Plan zu finden. Doch da habe ich mich getäuscht. Die Mehrzahl ist schon fertig. Also habe ich doch wieder länger gesessen und die  „Fahrtage und Sonderfahrten norddeutscher Museumsbahnen“ aktualisiert.

Ein frohes neues Jahr mit hoffentlich mindestens einer Museumsbahnfahrt dabei wünscht

Kai Wüstermann

Baufortschritte 2018

Am Anfang des Jahres begann ich das Modul Gudshof. Bis zum Juli ging die Arbeit zügig voran. Doch dann stockte sie. Die bestellten Bäume ließen auf sich warten und warten und warten. Also habe ich nur kleinere Ausgestaltungen vorgenommen.

Der Bahnsteig des Haltepunkt Gudshof im Juli 2018

Weil es nicht voran ging, habe ich im November mal schnell den minimalistischen Fiddel-Yard gebaut. Auf der Ausstellung in Bad Oldesloe hatte sich wieder mal gezeigt, dass ich den originalen Fiddle-Yard nicht so benutze, wie ich es geplant habe.

Der minimalistische Fiddle-Yard

Auch im Dezember ging es anfangs nicht weiter mit dem Gudshof, so dass ich mich mit dem Zirkuszug zu beschäftigte.

Eine erste Planung

Doch dann ging es endlich weiter. Die Bäume für den Gudshof wurden geliefert und ich konnte die Gestaltung des Moduls fertig stellen.

Das Warten hat sich gelohnt.

Dank Archistories hat die Fabrik nach 4 Jahren endlich seinen Zaun erhalten.

Der Zaun in ganzer Länge

Achistories 823171: Sicherheitszaun

Lange habe ich nach einem Zaun für die Fabrik im Industriegebiet von Jordbergkirche gesucht. Was ich kannte war zu grobschlächtig und wenig durchsichtig. Archistories hat nun schöne Zäune in vielen Variationen herausgebracht. Sie gestatten es auch auf die eingezäunten Details zu schauen.

Zum Einsatz kommt der Sicherheitszaun (823171). Er besteht aus gelaserten, eingefärbten Karton. Das Material ist äußerst dünn und mit Vorsicht zu behandeln.

Die beiden benötigten Bausätze

Die Anleitung ist auf dem oberen Bild zu sehen und besteht nur aus der Zeichnung. Hinweise zum Verkleben gibt es auf der Homepage. Ich verdünne Weißleim in einem kleinen Schälchen, so das ich die Zaunpfosten nur eintauchen muss. Sie werden so einfach auf den Zaun aufgelegt. Der Kleber trocknet schnell. Ein Aufdrücken zerdrückt den Pfahl, ist aber nicht nötig. Durch die starke Verdünnung wird überschüssiger Kleber vom porösen Material des Pfostens aufgesaugt.

Um das papierdünne Material zu schonen, belasse ich den Zaun im Rahmen. Nur die nötigsten Schnitte werden gemacht, um die oberen Zaundrähte an zukleben. Hier befeuchte ich die oberen Enden der Pfosten mit verdünntem Weißleim und drücke die Drähte mit den Fingern an. Hier ist Geduld angesagt, damit der Kleber auch wirklich hält.

Wer schon einmal Fliegengitter an die Fenster gemacht hat, kennt das Problem. Bei hellem Material kann man draußen kaum etwas sehen. Benutzt man aber schwarze Gaze, hat man plötzlich Durchblick.

Der Zaun ist zur Probe aufgestellt. Der Durchblick ist nicht ausreichend.

Also lackiere ich den Zaun in Dunkelgrau und Schwarz nass in Nass. Etwas Braun und Grün imitieren Schmutz. Die einzelnen Zaunabschnitte klebe ich am Lineal zusammen.

Dann kann die Montage erfolgen. Weil die Mauer der Fabrik etwas zu hoch ist, kann ich den Zaun von hinten dran kleben. Zuerst hefte ich ihn nur an einigen Stellen an und lasse dem Kleber Zeit zum Abbinden. Zum Schluss träufele ich Kleber mit einer Spritze zwischen Mauer und Zaun und drücke beides zusammen.

Mit der dunklen Farbe wirkt der Durchblick besser.
Der Zaun in ganzer Länge

 

Hintergrund des Gudshofs

Eine detaillierte Gestaltung des Hintergrunds ist, nachdem die Bäume gepflanzt sind, eigentlich nicht mehr notwendig. Mich stört aber der Durchblick auf die Kulisse des Parks.

Rechts kann man unter den Bäumen bis auf die Kulisse schauen.

Also durchforste ich meine Fotosammlung und finde das Bild des 2018 noch ziemlich herunter gekommene Wirtschaftgebäude von Ganz in Brandenburg. Das kombiniere ich mit Fotos von Bäumen und Baumgruppen, die ich auf meine Fahrradtouren fotografiert habe. Für den offeneren linken Teil des Moduls finde ich ein Foto der Treeneniederung bei Schwabstedt.

Der Ausdruck des Hintergrunds

Beide Bilder schneide ich mit dem Skalpell aus und klebe sie auf den Hintergrund.

Die aufgeklebten Bilder

Nachdem der Hintergrund montiert ist, ist von der Arbeit kaum noch etwas zu erkennen, was auch absichtlich geschieht. Links hätte eine höhere Montage den Eindruck der weiten Landschaft zerstört. Rechts wollte ich nicht von den tollen Bäumen ablenken.

Links ist die Landschaft immer noch weitläufig. Rechts kann man den Turm des Gutshaus‘ so gerade erkennen, aber die Durchsicht auf die graue Fläche ist unten geschlossen.

Zu Schluss nebele ich die linke weitläufige Landschaft leicht mit weißer Farbe ein, so wirkt sie entfernter.

Das Modul ist fertig gestaltet.

BR 232

Nachdem die BR 232 digitalisiert ist, muss sie noch etwas verschmutzt werden. Mit dem Cargo-Logo fuhr sie nicht lange herum, so dass ein zu starkes Altern nicht in Frage kommt. Ich werde mit Spiritus aufgelöste Pigmente verwenden. Das hat bei der V 100 schon gut funktioniert.

Der Lack soll durchaus etwas ausgeblichen sein, so beginne ich mit weißem Pigment. Auf den Drehgestellen hat es den Vorteil, dass die darauf folgenden Farben besser decken.

Erster Schritt: weiß

Mit schwarz verdunkele ich die Vertiefungen der Lüfter, so das sie durchbrochen aussehen. Die Drehgestelle lasse ich aus. Sie sind schon schwarz.

Zweiter Schritt: schwarz

Nun kommt Farbe ins Spiel. Mit gelb stelle ich aufgewirbelten Schmutz dar.

Dritter Schritt: gelb

Etwas Rost im Bereich der Drehgestelle imitiert aufgewirbelten Bremsstaub.

Vierter Schritt: Rost

Zum Schluss säubere ich noch die Fenster und einige Anschriften mit einem mit Spiritus benetztem Wattestäbchen. Dann wird das Gehäuse auf gesetzt und die Lok kann wieder auf die Strecke. Allerdings benötigt sie etwas Einfahrzeit, denn die Farbpigmente setzen sich auch zwischen Räder und Stromabnehmer.

Im Umleiterverkehr durchfährt 232 391 mit einem Stahlzug das Industriegebiet von Jordbergkirche.