Demontage

Ich habe mir das Fahrrad erst mal in den Keller gestellt um zu entscheiden, was ich damit machen wollte. Eigentlich suchte ich nur einen Rahmen, um mir ein Single aufzubauen. Wegen des insgesamt guten Zustands des Rades, möchte ich es lieber im „unrestaurierten“ Originalzustand erhalten. In einer ersten Übersicht benötige ich nur wenige Neuteile:

  • Reifen
  • Schläuche
  • Kette
  • Bremszug

So halten sich die Kosten in Grenzen.

An einem freien Nachmittag hänge ich das Fahrrad in der Sonne auf und demontiere erst einmal alle an der Gabel angebauten Teile. Das Vorderrad baue ich wieder ein, damit das Rad abgestellt werden kann. Die übrigen Anbauteile werden erst einmal in Wasser mit Haushaltsreiniger und Schwamm gereinigt.
Aus dem Schutzblech treibe ich eine kleine Beule heraus. Es besteht aus Edelstahl, der keinen Rost angesetzt hat, doch reichlich verkratzt ist. Die Schutzblechstreben haben schon mehr gelitten, doch wirklich rostig sind sie auch nicht. Sie richte ich mit der Hand. Das Gleiche trifft auf den Dynamo zu. Nun kommt Autopolitur zum Einsatz. Mit Schleifpolitur aus der Tube wird der Glanz erneuert. Roststellen lassen sich damit zwar nicht beseitigen, doch die Ausblühungen, die sich auf dem intakten Material verteilen, verschwinden. Danach gibt es noch eine Schutzschicht aus flüssiger Politur.
Die Felgenbremse ist eine `“Altenburger Synchron“. Aus heutiger Sicht wirkt sie antiquiert, doch in meiner Jugend war sie das Non plus ultra, was es auf dem Markt gab. Das Gewicht war dank Aluguss gering und die Bremswirkung mit den langen Hebeln enorm. Ok, Stahlfelgen haben sich schon immer einer echten Verzögerung widersetzt, vom Nassbremsverhalten ganz zu schweigen. Die Bremse wird auseinander genommen, poliert und neu gefettet.
Der Tacho war unten an der Gabel angebaut. Er ist leider defekt. Mal sehen, ob man ihn auseinander nehmen und reparieren kann.

Die Ausbeute der Polierarbeit eines Nachmittags
Die Ausbeute der Polierarbeit eines Nachmittags

 

Restauration eines Fahrrades

Völlig verstaubt habe ich in einer Garage ein altes Fahrrad gefunden. Es handelt sich um ein himmelblaues Hercules Locarno, wahrscheinlich aus dem Jahr 1987. Es wurde scheinbar nur kurzzeitig gefahren, hatte allerdings Kindersitze montiert, die am Rahmen scheuerten. So gibt es einige Roststellen an untypischen Stellen. Die Räder liefen gut, die Dreigangnabe nahm allerdings die Kurbel mit.

 

Am 16.4.2011 ist noch im "Originalzustand'' wie ich es geholt habe.
Am 16.4.2011 ist noch im „Originalzustand“ wie ich es geholt habe.