Project Minimal Weathering

Mit der Baureihe 01 habe ich auch eine Baureihe 03 günstig erworben. Auch sie hat noch einen 5-Pol-Motor, aber schon Bremsimitationen und Detailsteuerung. Die Wagner-Bleche implizieren einen guten Pflegezustand.

Bei genauer Untersuchung stelle ich fest, dass hinter der Lok der Tender der gleichzeitig erworbenen 01 147 hängt. Also tausche ich die beiden Tender, was zur Folge hat, dass ich den der 01 neu altern und den schon gealterten wieder abbeizen muss. Also fülle ich die Airbrush mit Spiritus, sprühe die Seitenflächen ein und bürste die Farbe mit einem Borstenpinsel ab. Dabei passiert Erstaunliches: Der vorher entfärbte Tender wird teilweise wieder schwarz. So sind die seitlichen Beschriftungen wieder lesbar. Sie schütze ich sofort mit einer Schicht Klarlack.

Den Tender muss ich wieder schwarz lackieren. Deshalb decke ich die Anschriftenfelder mit Maskierfolie ab. Nach der Grundierung spritze ich also den Tender einschließlich des Fahrwerks schwarz. Nun habe ich eine Grundlage zum Weathern der Lok und des Tenders.

Die Originale Lok mit dem „zurück“ lackierten Tender.

Zuerst demontiere ich den Getriebedeckel – diesmal ohne die Achsen herauspurzeln zu lassen. Dieser wird grundiert und schwarz lackiert. Das Fahrwerk grundiere ich zunächst, damit die Farben besser halten. Dann verschmutze ich es mit schwarzem Washing.

Die schwarzen Gehäuse hauche ich mit einem Gemisch aus 5 Tropfen Klarlack, 5 Tropfen Airbrush Thinner von Vallejo und 1 Tropfen Weiß über. Der Thinner sorgt dafür, das die Farbe wesentlich besser verläuft und auf Großaufnahmen nicht gesprenkelt wirkt.

Das Fahrwerk ist völlig verdreckt.

Danach male ich die erhabenen Teile des Fahrwerks wieder rot und hauche die Gehäuse im unteren Bereich braun über, was aufgewirbelten Schmutz darstellen soll.

Das Fahrwerk ist wieder rot.

Das Rot des Fahrwerks erhält Glanzlack. Die Gehäuse noch ein bisschen Washings und dann werden Leitungen und Kanten mit einem trockenen, weißen Borstenpinsel hervorgehoben. Nach ein paar Korrekturen, einer Schutzschicht aus Klarlack und echter Kohle auf dem Tender ist die Lok fertig.

Lokführerseite
Heizerseite
von vorn
frei nach Bellingrodt

Opel GT in 1:32 von Revell

Ein Geburtstagsgeschenk für einen GT-Fan muss her. Also gehe mal wieder fremd und baue ein Modell im Maßstab 1:32 von Revell.

Der Bausatz ist sehr einfach aufgebaut und wohl eher für Kinder gedacht. Es gibt nur 21 Teile. Wer ihn nach Anleitung baut, benötigt noch nicht einmal Klebstoff. Er wird einfach zusammen gesteckt.

Die Bausatzteile in für einen Z-Bahner ungewöhnlicher Größe

Räder und Lenkrad

Zuerst sind die Chromteile dran. Die Formtrennkanten sind recht unsauber gespritzt, so dass die Teile stark entgratet werden müssen. Die vordere Stoßstange wird stark angepasst, bis sie einigermaßen sitzt. Alle Teile werden zum Lackieren auf Halter geklebt. Nach dem „Verchromen“ werden die Felgen schwarz ausgelegt und erhalten ihr rotes Decal. Die Reifen klebe ich mit Sekundenkleber an. Das Lenkrad erhält einen holzfarbenen Kranz und eine schwarze Nabe. Der Opelblitz ist ein Decal.

Lenkrad und Räder

Cockpit

Die Inneneinrichtung wird in creme-schwarz gehalten. Das Armaturenbrett und der Kardantunnel sind anthranzit. Die gesteppten Bereiche der Türpappen und die Innenflächen der Sitze sind creme. Der Rest ist schwarz.

Für den Schalthebel tropfe ich Sekundenkleber auf die Unterlage. Daneben stelle ich ein Gefäß mit Wasser. Mit einem 0,4mm-Draht nehme ich einen Tropfen Sekundenkleber auf und tauche ihn gleich zum Aushärten ins Wasser.  Das wiederhole ich 20-30 mal. Zwischendurch drücke ich den Tropfen immer wieder auf der Unterlage, damit der Schaltknauf flach wird. Ein flaches Stück Messing klebe ich schräg an einen Draht. Das stellt den Scheinwerferhebel dar.

Nach dem Lackieren kann ich das Cockpit zusammen bauen.

Das Cockpit ist montiert.
Das Armaturenbrett: Unter der Heizungsregelung ist der Scheinwerferhebel zu sehen.

Karosserie

Die Karosserie sieht dem Opel GT zwar ähnlich, hat aber Schwächen. Die Kante auf den Kotflügeln erscheint mir zu scharf.

Die Kanten auf den Kotflügeln erscheinen zu scharf.
Also habe ich eine halbe Stunde geschliffen.

Der Kühlergrill passt absolut nicht. Revell hat ihn mit einer Chrom-Umrandung dargestellt. Diese hatte er nicht; er war in die Karosserie eingelassen. Auf den Zeichnungen auf der Verpackung sieht der Opel GT richtig aus. Auf den Fotografien ist er falsch.

Das Heck ist im unteren Teil nicht geschlossen. Die Schlitze werden wohl für die Klipstechnik benötigt, weil die Bodenplatte etwas in der Karosserie versenkt ist.

Die Öffnungen zwischen Heck und Seitenteil

Die Schlitze spachtele ich zu und hoffe, dass sie beim Zusammenbau nicht wieder aufreißen. Eine Gehäusetrennkante läuft vom Heck zur hinteren Scheibe. Auch sie muss verspachtelt werden. Nach dem Lackieren setze ich die Fensterrahmen in Chrom ab. Leider montiere ich die vordere Stoßstange nachdem ich die Decals aufgeklebt habe. Wenn die Front bündig montiert wird, verdeckt die Stoßstange die vorderen Blinker. Also muss ich die vorderen Kotflügel schleifen und neu lackieren. Die Blinker male ich später mit dem Pinsel. Damit alles schön glänzt, lackiere ich die gesamte Karosserie zwei mal mit Klarlack.

Die Bodengruppe ist reine Fantasie. Der Opel GT hatte weder einen genieteten Rahmen noch Blattfedern hinten. Also lasse ich bei der Farbgebung meiner Fantasie freien Lauf.

Nach dem Zusammenbau bastele ich noch zwei richtig fette Auspuffrohre aus dem Rest des Gießastes. Dann ist das Modell fertig.

Der Opel GT von …
.. vorn,…
… hinten, …
schräg …
… und unten.

Präsentation

Der Wagen muss geschützt untergebracht werden. Also benutze ich mal wieder eine Blechdose aus meiner Sammlung. Diesmal ist es eine Kaffeedose, in die die Grundplatte hinein geschoben wird.

Beton

Die Grundplatte stelle ich aus einer Kunststoffplatte her. Diese wird zuerst mit groben Schleifpapier aufgeraut. Mit der umgedrehten Skalpellklinge ritze ich die Fugen eines Betonbodens hinein. Risse werden mit der Spitze des Skalpells dargestellt.

Der GT auf Grundplatte und Kaffeedose

Nach dem Entfetten wird die Grundplatte grundiert, betonfarben lackiert und mit Washings gealtert.

Zaun

Den hinteren Abschluss der Betonfläche bildet ein Bretterzaun mit einem Tor. Die Bretter stelle ich aus Balsaholz her. Für die Pfosten und Balken kaufe ich im Baumarkt „dünne“ Holzleiten, in für einen Z-Bahner ungewohnten Größe von 5mm*5mm und 4mm*3mm. Alle Hölzer werden erst einmal mit verschiedenen Washings verschmutzt.

Die Zaunbretter sind geschnitten.

Die Zaunlatten schneide ich mit dem Balsastripper 5mm breit. Dann klebe ich sie auf die Querlatten. Eine geöffnete Tür ermöglicht von hinten den Blick in das Fahrzeug. Sie erhält natürlich eine Diagonallatte. Die Nägel präge ich mit einem schwarzen Fineliner und lasse etwas Rost am Brett herunterlaufen. Mit Washings werden die Bretter noch an ihre Position angepasst.

Der Zaun ist bereit zur Montage.

Die Bänder für das Tor biege ich aus dem Rahmen eines Ätz-Bausatzes. Die Drehachsen biege ich aus 0,5mm dickem Draht. Damit die Bänder auch wirklich halten, setze ich noch zwei „Befestingungsschrauben“ aus 0,3mm dicken Draht. Sie klebe ich mit Sekundenkleber ein. Da ich schon den Bohrer in der Hand habe, setze ich unten in die Zaunpfosten Befestigungsdrähte, mit Hilfe derer ich den Zaun auf der Grundplatte befestige. Nach der Montage des Tors male ich die Bänder des Scharniers noch schwarz an.

Der Zaun ist fertig.

Etwas Grünzeug auf einer Sandschicht bringt etwas leben auf das Diorama.

Der Abschluss der Betonfläche

 

Die Brache hinter dem Zaun.

Dann bohre ich noch zwei Löcher in die Grundplatte und nähe das Fahrzeug fest. Dazu lege ich Schlaufen aus Nähgarn um die Achsen und knote das Garn unter der Platte fest.

Alle Arbeiten erledigt!

Zwei norddeutsche Museumsbahnen

Beim Durchstöbern der Veranstaltungshinweise in der Miba bin ich auf zwei Museumsbahnen gestoßen, die ich noch nicht kannte. Auch wenn sie südlich meines Wohnorts liegen, nehme ich sie in der Liste der nordeutschen Museumsbahnen auf.
Da ist zum ersten die „Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland„. Die Mitglieder fahren mit zwei Loks der Baureihe V60 und einer Köf auf der Küstenbahn von Norden nach Dornum. Saison ist noch bis zum 20. Oktober.
Die Eisenbahnfreunde Hasetal bedienen mit einer Dampflok und zwei Dieselloks die Strecken Meppen – Essen (Oldb.) und Haselünne – Löningen. Hier gibt es im Dezember noch Nikolausfahrten.

Project Weathering

Kürzlich habe ich günstig eine Baureihe 01 (Märklin 88011) gekauft. Sie hat zwar noch einen 5-Pol-Motor, aber schon Bremsimitationen und Detailsteuerung. Insofern erscheint mir die Detaillierung ausreichend. Besser könnten die Windleitbleche und die Aufstiegsleitern am Tender sein. Ich möchte in diesem Rahmen versuchen, was sich ausschließlich mit Farbe erreichen lässt. Eine eigentliche Superung ist nicht vorgesehen. Ok, den Lok-Tender-Anstand werde ich wohl kürzen.

Das Modell im Auslieferungszustand

Das Modell ist ein DB-Fahrzeug mit Witte-Blechen, das als 01 147 beschriftet ist. Sie kann also der Zeit bis 1968 zugeordnet werden. Farbbilder gibt es kaum, wenn zeigen sie Maschinen, die zwar noch nicht abgefahren werden, aber nicht wirklich gepflegt sind. Am Kessel zeigt sich Flugrost. Kalkspuren gibt es an fast jedem Ventil. Das Fahrgestell ist dunkel speckig verdreckt, rot lässt sich nur noch erahnen.

Auch in älteren Schwarz-Weiß-Bildern lässt dieser Zustand hinein interpretieren. Einen Farbwechsel zwischen Fahrwerk Pufferbohle und Kessel ist nicht zu erkennen. Das Fahrwerk ist auch hier meist speckig. Auffällig sind oft senkrecht verlaufende helle Spuren an Kessel, Schürze und Tender.

Auf www.bundesbahnzeit.de habe ich das Farbbild der noch einmal für die Abschiedsfahrt herausgeputzten 001 173 gefunden.

Mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Budde, www.bundesbahnzeit.de

Es soll helfen die korrekten Farben zu ermitteln.

Aufgaben

Fahrgestell

  • Linken Zylinder richten
  • Lok-Tender-Abstand kürzen
  • Tenderfahrgestell herausarbeiten und verschutzen
  • Steuerung farblich nacharbeiten
  • Details von Indusi, Vorlaufdrehgestell und Bremsen herausarbeiten
  • Getriebegehäuse schwärzen, damit insbesondere der hintere Abschluss nicht auffällt
  • Fahrgestell verschmutzen
  • Leitern rot absetzen
  • Beschriftungen freilegen
  • Farbe mit Glanzlack schützen

Gehäuse

  • Beide Gehäuse mit leicht gefärbten Klarlack aufhellen
  • Hülsen Puffer rot
  • Kupplungshaken herausarbeiten
  • Mit Airbrush leichte Rostspuren auf beide Gehäuse
  • Verlauf/?preview_id=4558&preview_nonce=7990745aab&_thumbnail_id=4561&preview=truespuren an Schürze, Kessel und Tender
  • Beschriftungen freilegen
  • Farbe mit Mattlack schützen
  • Einzelne Bereiche mit Glanzlack hervorheben (Rauchkammertür, Pumpen, Wasserkasten-Deckel)

Umsetzung

Der Zylinder war  aus seiner Halterung gesprungen und musste nur fest geklipst werden.

Die Tenderdeichsel schneide ich mit dem Skalpell ab, kürze sie um ca. einen Millimeter und klebe sie mit Sekundenkleber wieder an.

An den Fahrgestellen grundiere ich alle Bereiche, die vollständig mit Farbe bedeckt werden. Hierzu baue ich den Getriebedeckel ab. Was mir schon oft ohne Probleme gelungen ist, geht diesmal schief. Mit den Bremsimitationen hebe ich die hintere Achse über die Stromabnehmer und sie lässt sich nicht mehr zurück drücken. Aber es gibt ja ganz in der Nähe eine uralte Anleitung zum Wiedereinbau. Sie werde ich aber mal für die Detailsteuerungen überarbeiten müssen. Alle grundierten Flächen male ich zunächst schwarz. Die erhabenen Stellen male ich mit recht trockenem Pinsel wieder rot und erhalte feine Details.

Am Tender demonstriere ich die Arbeitsschritte, die natürlich auch an der Lok ausgeführt werden. Doch müsste ich die Lok jedes mal für das Foto wieder zusammen bauen, was ein Risiko zur Beschädigung wäre.

Das Tenderfahrwerk ist hervorgehoben.

Nun will ich eigentlich den Tender mit leicht gefärbten Klarlack aufhellen. Als ich versuche, ihn mit Spiritus zum Entfetten einzunebeln, weicht sämtliche Farbe aus dem Gehäuse.

Der entfettet entfärbte Tender: Noch sind die Anschriften zu erahnen.

Da bleibt mir nur übrig, das Tendergehäuse zu grundieren, schwarz zu lackieren und den Anschriften lebe wohl zu sagen. Beim Lokgehäuse entferne ich die Fenster und Lichtleiter, lasse ich das Entfetten und helle das Schwarz auf.

Die Fehlerkorrektur bedeckt die Beschriftung.

Aufhellen mit einer Mischung aus 5 Tropfen Klarlack und einem Tropfen weiß.
Zwei verschiedene Rosttöne

Von der Schwerkraft getrieben verläuft der Dreck Richtung Erdmittelpunkt.

Zuerst bilde ich auf der Lokschürze die Reste Aschreste aus der Rauchkammer nach. Aus weißem Washing entstehen Kalkreste. Am Tender probiere ich eine neue Methode aus: Die gesamte Seitenfläche wird mit entspanntem Wasser befeuchtet. Nur an der Austrittsstelle tupfe ich weißes Washing auf. Den Rest erledigt die Schwerkraft. Na gut, ein bisschen helfe ich nach.

Kalkablagerungen

Zum Schluss male ich noch die Leitern und die Pufferbohle an und setze ein paar Lichter mit weiß.

Fertig!

Mit mattem Klarlack mache ich die Gehäuse grifffest, die Fahrgestelle bleiben natürlich glänzend. An einigen Stellen setze ich noch ein paar Glanzpunkte mit Klarlack. Dann wird die Lok zusammengebaut.

Zum Vergleich mit dem ersten Bild
An der Schürze laufen die Reste vom Säubern der Rauchkammer herunter.
Tender voraus
Lokführerseite
Heizerseite

Fendt GT

Nein, Fendt ist nicht in den Sportwagenbau eingestiegen. Das GT steht nicht für Gran Turismo, sondern für Geräteträger. Diesen kleinen Traktor baute Fendt seit 1957. Er wurde immer wieder verbessert und den steigenden Ansprüchen angepasst und erst 2004 eingestellt. Als Kind durfte ich häufig auf der Ladefläche mitfahren. Sie ließ sich abbauen und durch diverse Zusatzgeräte ersetzen. In einem kleinen Pferdestall habe ich ein Exemplar unter viel Arbeitsmaterial entdeckt.

Der Fendt steht in der Ecke, so dass nur ein Ausschnitt entstehen konnte.

So kann ich das 1:220 Modell von Wespe Models ein kleines Bisschen mehr an die Realität anpassen.

Das Modell wirkt stimmig, …
… aber in der Großaufnahme wenig detailliert.

Zuerst lackiere ich die Innenseite der Ladefläche, um dann mit dem Detaillieren zu beginnen. Für den hinteren Geräteträger finde ich in meinen Schätzen eine Reling aus dem Schiffsmodellbau. Sie hat oben ein breiteres Blech und die Ständer passen zwischen die Hinterreifen.

Die Reling wird zum hinteren Geräteträger.

Zuerst schneide ich drei Felder der Reling aus. Die mittleren Querstreben schneide ich weg. Die untere bleibt bis zur Montage der Stabilität wegen stehen. Dann wird das obere Blech auf Trekkerbreite gekürzt.

Der Geräteträger ist bereit zum Lackieren.

Nun versuche ich mich am Sitzbügel auf dem linken Kotflügel. Zuerst bohre ich Löcher, dann biege ich einen fertigen Bügel aus Draht, dann noch einen, dann noch einen und dann noch einen. Vier Stück springen mir von der Pinzette bis ich einfach ein U biege und in die Löcher klebe. Über eine Nadel biege ich dann den Bügel nach links.

Der Bügel ist das Ergebnis von einer Stunde Arbeit.

Weiter geht es mit der abenteuerlichen Konstruktion vom Luftfilter mit der (wahrscheinlichen) Tankentlüftung. Sie entsteht aus zwei dünnen und einem dicken Draht, die ich an einer Stelle zusammen löte. Die Tankentlüftung wird seitlich zum U gebogen; der Ansaugstutzen bleibt gerade.

Der Luftfilter im Rohbau

Beim Auspuff löte ich einen dicken Draht senkrecht an einen dünnen und kürze die beiden entsprechend der Einbauverhältnisse.

Der Auspuff ist schnell fertig.

Die schlechte Bildqualität auf den fünf oberen Fotos bitte ich zu entschuldigen. Die Spiegelreflex hatte Urlaub auf Amrum.

Die nun vorhandenen Zurüstteile werden lackiert. Dann werden noch ein paar Grate weg gefeilt und mit Farbe versucht, den aktuellen Zustand darzustellen. Die Zurüstteile halten mit Sekundenkleber . Beim Befestigen breche ich das Lenkrad ab. Also mache ich mal wieder aus der Not eine Tugend und spendiere ein Steuerrad aus dem Schiffsmodellbau. Es ist zwar nicht ganz passen, dafür aber durchbrochen.

Der Bauer hat den Trecker auf der Wiese stehen gelassen.
Das bietet Gelegenheit zum Fotografieren.
Von hinten sieht man alle Zurüstteile.

Schon wieder ein Wagen

Die nächsten Zirkuswagen kommen wieder auf einen gealterten Rmms 33, aber diesmal mit Stahlborden. Leider sind zwei kurze Zirkuswagen ein kleines bisschen zu lang. Eine Achse steht auf der Stirnwand des Güterwagens.

Zwei Wagen passen so nicht auf den Wagen.

Wenn der Achsabstand eines Zirkuswagens kürzer wäre könnte ich zwei Wagen aufladen. Also sehe ich mir die Unterseite genauer an.

Die Unterseite eines Zirkuswagens

Die Achshalter sind angespritzt und lassen sich mit einem scharfen Skalpell abschneiden. Genau zwischen zwei Achshaltern läuft eine Erhebung im Wagenboden. Die lässt sich zur Positionierung nutzen, wenn die Achshalter mit Sekundenkleber an anderer Stelle wieder angeklebt werden.

Die versetzte Achse: Die Positionierung ist nicht so richtig gelungen.

Zum Schluss werden zwei Wagen auf den Güterwagen geladen.

Der sechste Wagen ist fertig.

Noch ’n Wagen

In der Bastelkiste finde ich zwei fertig gebaute Gitterboxen. Sie könnten eine leere Fläche auf einem Wagen füllen.

Die Boxen sind noch leer.

Leer dürfen die Boxen natürlich nicht auf Reisen gehen. Also stelle ich aus Draht Streben für das Zirkuszelt her. Leider habe ich noch nicht herausgefunden, wo sie eigentlich gebraucht werden.

Zuerst versuche ich die Drahtabschnitte einzeln in die Gitterbox zu legen. Ein mühsames und zweckloses Unterfangen. Die Box fällt diverse Male um und die Drahtabschnitte liegen auf der Arbeitsfläche. Im nächsten Versuch fülle ich nur eine Teil der Drähte ein und drücke Patafix darauf. So bleiben die Drähte zusammen. Die restlichen Drähte stecke ich einzeln ins Patafix. Dann klebe ich sie oben zusammen.

Die Drähte sind zusammengeklebt.

Nun mache ich es mir einfacher. Ich klebe einen flachen Klecks Patafix auf die Unterlage und drücke die Box kurz hinein. Jetzt weiß ich wie dick der Drahthaufen werden darf. Dann drücke ich ein Bündel langer Drähte in das Patafix und schneide sie dann ab. Das geht sehr schnell von der Hand. Auch hier hält ein Tropfen Bastelleim die Drähte zusammen.

Die Drähte sind nun alle gleich lang und ordentlich gestapelt.

Die Drähte werden lackiert und mit etwas Wasching verschmutzt. Dann werden Sie mit Sekundenkleber in die beiden Behälter geklebt. Wie letztes Überhauchen mit Klarlack macht sie grifffest.

Die Ladung ist fertig.

Nun benötigt der Zirkuswagen noch Sicherungskeile an den Rädern. Dann kann der Flachwagen beladen werden.

Der Wagen ist in den Zug eingereiht.

Fallschutz

PTLBAHN bietet für Industriegebäude einen Bausatz „5m-Aufstieg mit Fallschutz“ an. Er hat die Bestellnummer 335020. Die Ätzplatine ist gut durchdacht, die Anleitung lässt aber Fragen offen. So ist nicht ganz klar, was zum „Halterrahmenteil E“, das entfernt werden soll, gehört.

Der Bausatz auf der Anleitung

Ich lasse den Rahmen dran, denn er verhindert recht zuverlässig, „daß (das) Podestgeländer NICHT mit gebogen wird“. Mit Hilfe der Biegemarken (B) lässt sich der Fallschutz recht gut biegen. Dann wird die Leiter eingelötet. Hier gibt es angeätzte Marken, die das Ausrichten der Leiter erleichtern. Sie zu finden ist aber nur mit einer 5-Dioptrin-Lupe möglich. Mit Lötwasser und nur wenig Lötzinn gelingt es am Ende schnell.

Um das Podest einzubauen, muss ich Teile des Rahmens um das Geländer herum entfernen. Bis ich die Grundplatte verlötet habe, ist das Geländer völlig verbogen. Das Richten klappt so Oh La La. Für die Airbrush-Lackierung trenne ich eine Seite des Ätzrahmens, damit ich auch von hinten herankomme.

Die fertige Leiter

Wie schon beim Bauzaun lass ich den Platinenrahmen als Transportschutz stehen. Das ist wegen des viel zu weichen Materials notwendig. Auch erneuere ich die Kritik, die ich beim Bau der Sonnenliegen geäußert habe. Es reicht nicht, Bausätze einfach nach Z herunter zu skalieren. So habe ich anfangs die in der Anleitung erwähnten Kerben, die als Bohrlehre benutzt werden sollen, nicht gefunden. Sie sind zu klein. Auch das Material muss widerstandsfähiger sein. Der freie Teil der Leiter ist mir beim Lackieren mehrmals verbogen.

Ich sollte übrigens noch die Bierzeltgarnitur und Campingstühle bauen. Das habe ich aufgegeben, als mir die Beine des Biertisches beim Hinstellen für das Foto verbogen sind. Vor 20 Jahren gab es viele Bausätze von Detlev Beier. Sie waren noch filigraner und viel stabiler.

Wenn ich dafür Verwendung hätte, würde ich trotzdem diesen Bausatz und den Bauzaun für mich bauen. Es gibt ja keine Konkurrenzprodukte.

Baustellensicherung

PTLBahn bietet unter Bestellnummer 310002 einen Bauzaun als Ätzbausatz an. Die Ätzung ist filigran und durchdacht.

Der Bausatz auf der Anleitung

Die Füße werden auf umgedrehten Platinenmaterial mit dem Skalpell ausgeschnitten. Dann werden sie gefaltet, was eine besondere Herausforderung darstellt. Ich habe keine Zange oder Pinzette, die schmal genug ist, um zwischen die hochgeklappten Seiten zu passen. Erst nach dem fünften Fuß habe ich eine akzeptable Technik entwickelt.

  1. Die erste Seite mit der Flachzange um 90° hochbiegen
  2. Mit einem Schraubendreher das Bauteil auf die Arbeitsfläche drücken und mit einem zweiten Schraubendreher die Seite leicht hoch biegen
  3. In gleicher Weise die Kopfteile um 90° hoch biegen; sie müssen zwischen den Seiten platziert sein.
  4. Mit einem Schraubendreher das Bauteil wieder auf die Arbeitsfläche drücken und mit der Flachzange die Seitenteile zusammen biegen. Die Kopfteile verhindern, dass die Seitenteile zu weit gebogen werden.
Biegen mit zwei Schraubendrehern

Den Zaun lackiere ich eisenfarben und die Füße in einem schmutzigen Grau. Da das Modell nicht für mich ist, lasse ich den Zaun in der Ätzplantine. Bei dem sehr weichen PTL-Material ist das als Transportsicherung notwendig. Nur zum Testen schneide ich zwei Halterungen ab. Beim Einfädeln eines Fußes merke ich, dass die Löcher auf 0,4mm aufgebohrt werden müssen.

Ein Fuß ist montiert.