Sounddecoder für den Fliegenden Hamburger

Sounddecoder für den Fliegenden Hamburger

Velmo bietet unter der Nummer SDS2199229 einen Lokdekoder mit Sound für den Fliegenden Hamburger von Märklin an. Der Preis liegt bei 170,-Euro, was nicht wenig ist und den Gebrauchtwert manches Triebwagen sicher übersteigt. Wegen des höheren Spielwerts und der Show auf Ausstellungen habe ich mir ihn geleistet. Auch die Innenbeleuchtung beider Wagen ist ein Kaufargument.

Wie bei Velmo üblich besteht der Lieferumfang aus in diesem Fall zwei verkabelten Ersatzplatinen für das Original und einer bebilderten Anleitung. Der Einbau dürfte also nicht schwierig sein.

Sounddecoder für den Fliegenden Hamburger
Anleitung und Decoder sind im Lieferumfang.

Demontage

Zuerst werden die Kupplungen nach vorne bzw. hinten abgezogen. Die Gehäuse sind durch je sechs punktförmigen Rastnasen gehalten. Am Beiwagen lässt sich das Gehäuse recht leicht nach oben abziehen, am Motorwagen klemmt es aber sehr fest. Hier sollte man der Versuchung widerstehen, das Fahrgestell am Drehgestell festzuhalten. Es ist nur geklippst und fällt auseinander. Einen wirklich guten Tipp zum Auseinandernehmen  habe ich nicht. Ich habe es am Ende ohne Beschädigung irgendwie  geschafft. Die Attrappe des Faltenbalgs ist ebenfalls geklippst und lässt sich mit Kraft nach oben abnehmen.

Sounddecoder für den Fliegenden Hamburger
So sieht es im Inneren aus.

Im Motorwagen werden die beiden Schrauben entfernt und die Platine abgeklippst. Im Beiwagen scheinen die Halteröhrchen angeklebt zu sein. Sie lassen sich nur mit sehr großer Kraft nach oben abziehen.

Sounddecoder für den Fliegenden Hamburger
Original, Sounddecoder, Fahrgestell

Montage des Decoders

Entgegen der Anleitung muss an meinem Triebwagen keine Schraube versetzt werden. Die Befestigungslöcher der Platine stimmen mit dem Original überein.

Der Entstörkondensator passt nicht in den vorgesehenen Ausschnitt. Ich biege ihn in die direkt anschließende Vertiefung für das Zahnrad. So verschwindet er unter der Platine und scheint auch nicht zu schleifen.

Die Anschlussfahnen für den Motor lassen sich nicht wirklich mit denen des Kondensators verbinden. Fünf Minuten biege ich daran, bis ich ein zuverlässige Stromzufuhr zum Motor hergestellt habe.

Sounddecoder für den Fliegenden Hamburger
Der Decoder ist montiert.

Programmierung

Da der Zug sehr gut und leichtgängig fährt, ist die Hochstgeschwindigkeit viel zu groß. Mit den CV-Wert 5 erreiche ich die vorbildliche Geschwindigkeit von 160 km/h. Den Rangiergang setze ich auf 0. Mehr gibt es tun. Die Anfahrverzögerung ist nach meinem Geschmack eingestellt.

Sound

Die Soundfunktionen reizen die 20 Funktionstasten auf der Multimaus voll aus. Erfreulich ist dabei, dass man die Lautstärke über F17 und F18 einstellen kann. Dass die Belegung willkürlich gewählt ist und nicht mit der der BR 232 übereinstimmt, ist schade. So muss man für jeden Zug eine Tabelle mit der individuellen Soundbelegung neben der Anlage liegen haben.

Fazit

Der fertige Decoder hält den Bastelaufwand gering. Die Soundfunktionen sind immer wieder faszinierend. Schön wäre es allerdings, wenn die Belegung der Funktionstaten wenigstens bei einem Hersteller gleich sind. Auch würde ich mir eine sinnvolle Ordnung wünschen, so dass z.B. bei einem Halt „Tür auf, Bahnhofsansage, Tür zu, Trillerpfeife“ hintereinander abgearbeitet wird ohne jedes mal auf die Liste zu schauen.

Das ist allerdings Meckern auf hohem Niveau und ließe sich mit etwas Programmieraufwand lösen. Mir gefällt mein Fliegender Hamburger jetzt wesentlich besser und wird sicher häufig aus der Vitrine genommen werden.

Sounddecoder für den Fliegenden Hamburger
Auf Probefahrt