Jordbergkirche goes digital: BR 221

Jordbergkirche goes digital: BR 221

Die nächste digitalisierte Lok für wird die Baureihe 221 sein. Sie wurde vor langer Zeit mit einem Glockenankermotor mit Schwungmasse ausgerüstet. Hier erwarte ich erst einmal keine Verbesserung des Fahrverhalten. Es ist so schon perfekt. Nach der Erfahrung mit der Baureihe 216 möchte ich so viele Kondensatoren wie möglich als Energiespeicher unterbringen.

Vorbereitung

Zuerst mache ich eine Probefahrt auf zwei Funktionsmodulen. Sie soll den Auslauf testen. Er beträgt immerhin 1,8 cm. Damit ich später vergleichen kann, stoppe ich noch die Zeit, die die Lok für die Fahrt über das Modul braucht. Es sind vier Sekunden.

Jordbergkirche goes digital: BR 221
Der Auslauf wird gemessen.

Nun öffne ich die Lok und es kommt eine Menge Blei zum Vorschein. Das bedeutet viel Platz für die Bauteile.

Jordbergkirche goes digital: BR 221
Die Lok mit den Bauteilen von links: Decoder, Leuchtdioden mit Vorwiderständen und Kondensatoren.

Experimente zum Auslauf

Nun geht es ans Werk. Der Decoder passt locker oben auf das Gehäuse. Die Kondensatoren sollen auf die Gegenseite und eventuell in die Führerhäuser.

Nachdem ich den Block aus acht Kondensatoren zusammen gelötet habe, schließe ich sie an den Motor an und mache eine erneute Probefahrt. Wie schon beim G10 und beim Kittel-Dampftriebwagen vergrößert sich der Auslauf beträchtlich auf 5,5 cm.

Jordbergkirche goes digital: BR 221
Der Auslauf mit acht Kondensatoren

Dann baue ich den Decoder ein. Dazu verzinne ich alle Lötstellen vor. Mit Lötwasser geht das schnell und ohne zu viel Hitzeeinsatz. Die Anschlüsse für Motor, Gleis und Licht verzinne ich beidseitig. Die Lok funktioniert sofort. Also geht es auf die nächste Probefahrt . Der Auslauf liegt erwartungsgemäß bei nur 1,3 cm.
Der Decoder schaltet die Motoranschlüsse nicht ab. Vielmehr entnimmt er dem weiterdrehenden Motor Strom, so dass dieser zum Generator wird. Die entnommene Energie bremst den sonst frei laufenden Motor ab.

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Der Auslauf mit Decoder

Nun schließe ich die Kondensatoren an die SUSI-Schnittstelle des Decoders an. Die Probefahrt ergibt 2,1 cm Auslauf. Das zeigt, dass der Decoder doch viel Strom verbraucht. Immerhin fehlt Energie für 3,5 cm Fahrt.

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Der Auslauf mit Kondensatoren an der SUSI-Schnittstelle
Die Probefahrten in der obigen Reihenfolge

Endmontage

Nun muss nur noch die Ladeschaltung und die Beleuchtung angelötet und die Drähte sinnvoll verlegt werden. Dann ist die Lok fertig zum Programmieren.

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Die fertige Digitalisierung

Die Bauteile von links nach rechts im Bild oben:

  • Die Drähte für die Beleuchtung
  • Decoder
  • Ladeschaltung bestehend aus Diode und Widerstand:
    • Beim Laden sperrt die Diode und der Strom läuft über den Widerstand.
    • Beim Entladen schaltet die Diode durch und überbrückt den Widerstand.
  • Kondensatoren (insgesamt 800 µF)
  • Zehner-Diode: Sie schaltet bei Spannungen über 16 V durch und dient als Schutz gegen Überladung der Kondensatoren.
  • Beleuchtung

Programmierung

Die Werte der CV-Programmierung übernehme ich erst einmal von der Baureihe 216. Die Lok fährt nicht anders. Die Vorbild-Höchstgeschwindigkeit der Baureihe 216 liegt bei 120 km/h. Sie erhöhe ich auf 140 km/h was einem CV-Wert von 73 entspricht.