Ein Geburtstagsgeschenk für einen GT-Fan muss her. Also gehe mal wieder fremd und baue ein Modell im Maßstab 1:32 von Revell.

Der Bausatz ist sehr einfach aufgebaut und wohl eher für Kinder gedacht. Es gibt nur 21 Teile. Wer ihn nach Anleitung baut, benötigt noch nicht einmal Klebstoff. Er wird einfach zusammen gesteckt.

Die Bausatzteile in für einen Z-Bahner ungewöhnlicher Größe

Räder und Lenkrad

Zuerst sind die Chromteile dran. Die Formtrennkanten sind recht unsauber gespritzt, so dass die Teile stark entgratet werden müssen. Die vordere Stoßstange wird stark angepasst, bis sie einigermaßen sitzt. Alle Teile werden zum Lackieren auf Halter geklebt. Nach dem „Verchromen“ werden die Felgen schwarz ausgelegt und erhalten ihr rotes Decal. Die Reifen klebe ich mit Sekundenkleber an. Das Lenkrad erhält einen holzfarbenen Kranz und eine schwarze Nabe. Der Opelblitz ist ein Decal.

Lenkrad und Räder

Cockpit

Die Inneneinrichtung wird in creme-schwarz gehalten. Das Armaturenbrett und der Kardantunnel sind anthranzit. Die gesteppten Bereiche der Türpappen und die Innenflächen der Sitze sind creme. Der Rest ist schwarz.

Für den Schalthebel tropfe ich Sekundenkleber auf die Unterlage. Daneben stelle ich ein Gefäß mit Wasser. Mit einem 0,4mm-Draht nehme ich einen Tropfen Sekundenkleber auf und tauche ihn gleich zum Aushärten ins Wasser.  Das wiederhole ich 20-30 mal. Zwischendurch drücke ich den Tropfen immer wieder auf der Unterlage, damit der Schaltknauf flach wird. Ein flaches Stück Messing klebe ich schräg an einen Draht. Das stellt den Scheinwerferhebel dar.

Nach dem Lackieren kann ich das Cockpit zusammen bauen.

Das Cockpit ist montiert.
Das Armaturenbrett: Unter der Heizungsregelung ist der Scheinwerferhebel zu sehen.

Karosserie

Die Karosserie sieht dem Opel GT zwar ähnlich, hat aber Schwächen. Die Kante auf den Kotflügeln erscheint mir zu scharf.

Die Kanten auf den Kotflügeln erscheinen zu scharf.
Also habe ich eine halbe Stunde geschliffen.

Der Kühlergrill passt absolut nicht. Revell hat ihn mit einer Chrom-Umrandung dargestellt. Diese hatte er nicht; er war in die Karosserie eingelassen. Auf den Zeichnungen auf der Verpackung sieht der Opel GT richtig aus. Auf den Fotografien ist er falsch.

Das Heck ist im unteren Teil nicht geschlossen. Die Schlitze werden wohl für die Klipstechnik benötigt, weil die Bodenplatte etwas in der Karosserie versenkt ist.

Die Öffnungen zwischen Heck und Seitenteil

Die Schlitze spachtele ich zu und hoffe, dass sie beim Zusammenbau nicht wieder aufreißen. Eine Gehäusetrennkante läuft vom Heck zur hinteren Scheibe. Auch sie muss verspachtelt werden. Nach dem Lackieren setze ich die Fensterrahmen in Chrom ab. Leider montiere ich die vordere Stoßstange nachdem ich die Decals aufgeklebt habe. Wenn die Front bündig montiert wird, verdeckt die Stoßstange die vorderen Blinker. Also muss ich die vorderen Kotflügel schleifen und neu lackieren. Die Blinker male ich später mit dem Pinsel. Damit alles schön glänzt, lackiere ich die gesamte Karosserie zwei mal mit Klarlack.

Die Bodengruppe ist reine Fantasie. Der Opel GT hatte weder einen genieteten Rahmen noch Blattfedern hinten. Also lasse ich bei der Farbgebung meiner Fantasie freien Lauf.

Nach dem Zusammenbau bastele ich noch zwei richtig fette Auspuffrohre aus dem Rest des Gießastes. Dann ist das Modell fertig.

Der Opel GT von …
.. vorn,…
… hinten, …
schräg …
… und unten.

Präsentation

Der Wagen muss geschützt untergebracht werden. Also benutze ich mal wieder eine Blechdose aus meiner Sammlung. Diesmal ist es eine Kaffeedose, in die die Grundplatte hinein geschoben wird.

Beton

Die Grundplatte stelle ich aus einer Kunststoffplatte her. Diese wird zuerst mit groben Schleifpapier aufgeraut. Mit der umgedrehten Skalpellklinge ritze ich die Fugen eines Betonbodens hinein. Risse werden mit der Spitze des Skalpells dargestellt.

Der GT auf Grundplatte und Kaffeedose

Nach dem Entfetten wird die Grundplatte grundiert, betonfarben lackiert und mit Washings gealtert.

Zaun

Den hinteren Abschluss der Betonfläche bildet ein Bretterzaun mit einem Tor. Die Bretter stelle ich aus Balsaholz her. Für die Pfosten und Balken kaufe ich im Baumarkt „dünne“ Holzleiten, in für einen Z-Bahner ungewohnten Größe von 5mm*5mm und 4mm*3mm. Alle Hölzer werden erst einmal mit verschiedenen Washings verschmutzt.

Die Zaunbretter sind geschnitten.

Die Zaunlatten schneide ich mit dem Balsastripper 5mm breit. Dann klebe ich sie auf die Querlatten. Eine geöffnete Tür ermöglicht von hinten den Blick in das Fahrzeug. Sie erhält natürlich eine Diagonallatte. Die Nägel präge ich mit einem schwarzen Fineliner und lasse etwas Rost am Brett herunterlaufen. Mit Washings werden die Bretter noch an ihre Position angepasst.

Der Zaun ist bereit zur Montage.

Die Bänder für das Tor biege ich aus dem Rahmen eines Ätz-Bausatzes. Die Drehachsen biege ich aus 0,5mm dickem Draht. Damit die Bänder auch wirklich halten, setze ich noch zwei „Befestingungsschrauben“ aus 0,3mm dicken Draht. Sie klebe ich mit Sekundenkleber ein. Da ich schon den Bohrer in der Hand habe, setze ich unten in die Zaunpfosten Befestigungsdrähte, mit Hilfe derer ich den Zaun auf der Grundplatte befestige. Nach der Montage des Tors male ich die Bänder des Scharniers noch schwarz an.

Der Zaun ist fertig.

Etwas Grünzeug auf einer Sandschicht bringt etwas leben auf das Diorama.

Der Abschluss der Betonfläche

 

Die Brache hinter dem Zaun.

Dann bohre ich noch zwei Löcher in die Grundplatte und nähe das Fahrzeug fest. Dazu lege ich Schlaufen aus Nähgarn um die Achsen und knote das Garn unter der Platte fest.

Alle Arbeiten erledigt!