Nach dem Lackieren teste ich die Drehbühne des Fiddle-Yards auf Leichtgängigkeit. Dabei stelle ich fest, dass das Holz der Bühne leicht gebogen ist. Beim Bau hatte ich wohl ein glückliches Händchen. Die Bühne läuft sehr leicht, weil sie in der Mitte aufsetzt. Dreht man sie auf den Kopf, liegen die Enden auf und die Bühne rutscht kaum.

Da ist Bühne jetzt natürlich gering schaukelt, wird der erste Fahrversuch spannend werden. Hat das Z-Rad-Schiene-System genug Toleranz, um einen halben Millimeter Höhenunterschied zuverlässig zu überwinden?

Mit Bleistift zeichne ich nun die Lage des mittleren Gleis ein und drehe die Bühne um 180°. Hierbei zeigt sich, dass der Drehzapfen doch nicht so exakt wie gewünscht positioniert ist. Bei exakter Einstellung des Gleisübergangs auf der einen Seite, weicht die andere Seite um ca. 5 mm ab.

Also markiere ich zuerst den Mittelpunkt des Drehzapfens, um dann eine exakte Mittellinie über den gesamten Fiddle-Yard zu ziehen. Nun reicht die Präzision auch beim Wenden eines Zuges auf der Drehbühne.

Die roten Linien zeigen die Abweichung beim ersten Markierungsversuch. Die grüne ist nun die exakte Gleismittenlinie.
Die roten Linien zeigen die Abweichung beim ersten Markierungsversuch. Die grüne ist nun die exakte Gleismittenlinie.