Motorboot im Ü-Ei

Für einen Bekannten will ich ein kleines Diorama in einem überdimensionalen Überraschungsei basteln. Lange dauert es, bis ich ein Thema gefunden habe. Eine kleine Anlegestelle mit einem Boot davor sollte es werden. Ein Segelboot passt wegen der Masthöhe nicht in das Ei, also wird es ein Motorboot. Das Vorbildboot soll nicht größer als 7 m werden und trotzdem einen Inborder haben. Das erleichtert den Decksaufbau. Bei www.boesch-boats.ch werde ich fündig. Die Boote gehören der gehobenen Preisklasse an und haben einen V8-Benziner eingebaut. So ist das Deckslayout recht einfach gehalten. Lediglich ein Cockpit muss eingebaut werden. Ich halte mich nicht sklavisch an das Vorbild, hoffe aber den noblen Eindruck des Vorbilds darstellen zu können.

Den Rumpf baue ich aus zwei Schichten 1 mm-Polystyrol und einer Lage 0,3 mm-Polystyrol. In die dickeren Lagen schneide ich Ausschnitte für das Cockpit. Da sie leicht versetzt angebracht sind, habe ich nach dem Zusammenkleben gleich eine Sitzbank geschaffen. Dann muss mehrfach gespachtelt und geschliffen werden. Mit einem seidenmatten beige stelle ich den Teakbereich des Decks dar. Die Bordwand und Teile des Decks werden in glänzendem dunkelbraun gestrichen. Die Sitze erhalten weinrotes Leder in Form von seidenmattem Lack. Nach dem Trockenen erhält das boot noch eine Schicht glänzenden Klarlack. Die Windschutzscheibe entsteht aus Folie für den Overhead-Projektor. Sie klebe ich mit glänzendem Klarlack auf das Boot.

Die Grundplatte säge ich aus Sperrholz. Sie ist nicht ganz rund, passt aber genau in das Ei. Mit Abtönfarben male ich einen schwarzen Seeboden, der einige grüne Schlieren hat. Dann male ich die Fläche mit hochglänzendem Bootslack an.

Für den Steg benutze ich einen Balsavierkant und ein geritztes Balsabrettchen, die ich von einem anderen Projekt übrig habe. Mit feinem Sand-Ponal-Wasser-Gemisch (minitec Schaufelsplitt Best.-Nr. 50-1211-04) spachtele ich ein Ufer hinter den Steg. In den noch nassen Sand streue ich noch ein paar feine Woodland-Flocken.

Die Materialien für das Diorama
Die Materialien für das Diorama

Nun benötigen Boot und Steg noch eine Besatzung. Damit alle Klischees bedient werden, bastele ich mir aus einem sitzenden Polizisten aus dem Figuren-Set von Preiser einen schnieken Freizeitkapitän. Zuerst muss die Mütze mit der Feile verkleinert werden. Dann bekommt er noch ein blaues Jackett und eine weiße Hose an. Die Mütze bleibt weiß mit schwarzem Schirm und Rand. Neben ihm sitzt eine feine Dame im Sommerkleid. Sie ist voller Liebe an den Kapitän geschmiegt.

Auf dem Steg stehen zwei leicht bekleidete Damen, die hoffen auch eine Runde drehen zu dürfen.

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