Haus Nr. 12

Haus Nr. 12

Das nächste Lübecker Vorbild steht in der Wahmstr. 38. Die Fassade ist einfach gehalten und sollte im Modell leicht zu gestalten sein. Lediglich der obere Stuckstreifen müsste vereinfacht wiedergegeben werden. Eventuell könnte auch ein Papierstreifen mit aufgedrucktem Muster reichen.

Unsicher bin ich, ob die Front des Erdgeschosses verändert ist. Hier erscheint es fraglich, dass der Eingang in das Geschäft derart so gestaltet war. Die Gestaltung der Fensterrahmen würde ich dem Jugendstil zuordnen, was für Müsum eigentlich zu spät wäre.

Das Dach ist ein Krüppelwalmdach mit seitlicher Traufseite. Es beginnt knapp unter dem obersten Stuckstreifen.

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Das Vorbildhaus in der Schrägansicht: Gut zu sehen ist, dass der obere Teil der Fassade nur Schmuck ist. Das Walmdach fängt knapp unter der oberen Stuckreihe an.

Das Haus ist 7,80 m breit. Im Modell ist das 35 mm.

Bei der Umsetzung ins Modell benutze ich für die Fassade 0,5 mm starkes Polystyrol. Die Stuckverzierungen stelle ich mit Hilfe von 160 g-Papier und dem 0,8 mm dickem Klebeband von Letraset dar.

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Der Fassadenrohbau mit Stuckverzierung: Die weißen Erhebungen sind aus Papier, oben sind zwei Schichten übereinandergeklebt. Die grauen Streifen sind Klebeband.

Die Tür entstammt einem Ätzsatz von micronart; die Fensterkreuze entstehen wieder aus Klebeband, die Rahmen werden gemalt. Beim Schaufenster gehe ich davon aus, dass vor mehr als 100 Jahren derart große Scheiben nicht hergestellt wurden. Es erhält ein Aufteilung in sechs Felder.

Dahinter wurde ein Laden eingerichtet. Hier hat Sören Sörensen seinen Colonialwarenhandel. Darin gibt es direkt hinter dem Fenster eine Ausstellungfläche und an der hinteren Wand steht ein halb offener Schrank. Eine Merten Marktfrau erhielt eine Schürze in gedecktem Grün. Sie unterhält sich mit einem ehemaligen Bahnbeamten von Preiser, der seine Kleidung behielt.

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Der Schrank im Laden besteht aus Funierholz.

Das Dach wurde wie üblich mit Pappe gebaut und dann aus einer Kibri-Platte fertiggestellt. Auch wenn auf dem Vorbildfoto Fallrohre zu sehen sind, verzichte ich diesmal auf die Darstellung. Ich nehme einfach an, sie seien an der Rückseite des Hauses angebracht. Eine Werbeschild vervollständigt das Haus.

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Das fertige Haus