Der Kohlenhandel

Der Kohlenhandel

In Muesum landen Schiffe Kohle aus England an. Sie muss zwischengelagert werden. Hierzu gibt es in unmittelbarer Nähe der Hafenbahn einen Kohlenhandel. Bei der Vorbildrecherche (siehe Abschnitt 7) habe ich ein Bild aus dem Flensburger Hafen gefunden, auf dem der Kohlenhandel von den Gebrüdern Petersen zu sehen ist. Die trapezförmige Ausführung passt gut zur sich verjüngenden Form des Müsumer Marktplatz. Allerdings müssen die Abmessungen reduziert werden. Insbesondere reduziere ich die Höhe, damit nicht der Blick auf die hintere Hauszeile versperrt wird.

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Die Ausschnittvergrößerung aus dem Vorbildfoto zeigt den Kohlenhandel. Quelle: Flensburger Hafenblatt, August 2002

Zuerst schneide ich 15 mm hohe Balsaholzstreifen. Sie werden die Wandbretter darstellen. Auch benötige ich Quadratleisten mit 1 mm Kantenlänge. Sie schneide ich mit dem Balsastripper. Das Holz wird vor der Weiterverarbeitung mit schwarzer Staubfarbe gefärbt. Erst dann ritze ich die Bretterfugen in das Balsaholz, weil sie durch die Feuchtigkeit beim Färben wieder zurückquellen würden.

Nun länge ich die Balsabretter ab und klebe die waagerecht liegenden Balken auf. Dort wo sich Türen befinden, lasse ich im Holz Lücken, die Balken lasse ich vorerst durchlaufen, damit die Wände stabiler sind. Beim Aufbau wird nur der der obere Balken übrig bleiben. Gegenüber dem Vorbild baue ich kleinere Türen, die nur ein Balken-Z anstatt eines Kreuzes erhalten.

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Die Seitenbretter des Kohlenhandels

Nun sind die Bretter so stabil, dass die Fugen auf der Rückseite eingeritzt werden können. Zur festen Verankerung im Boden erhalten die Bretter senkrechte Pfosten. Sie nehmen die Kraft der drückenden den Kohle auf. Dann klebe ich die Wände auf ein Stück Pappe.

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Der montierte Kohlenhandel

Damit die Gerätschaften untergebracht werden können, baue ich noch eine kleine Hütte in die hintere linke Ecke. Sie wird durch eine Trennwand vor der gelagerten Kohle geschützt.

Zum Abschluss wird der Boden gesandet und das gesamte Modell mit matt schwarz übergehaucht. Ein paar Kohlehaufen in den Ecken vervollständigen das Modell.

In der Festschrift zum 125 jährigen Jubiläums der Firma GW. Müller entdecke ich, dass sie in den 1950er Jahren diesen Kohlenbansen als Außenlager benutzten. Also erstelle ich am PC ein Werbeschild mit dem Text “GW. Müller Steinkohlen & Coks“. Dieses drucke ich mit dem Laserdrucker weiß auf schwarz aus und klebe es auf Furnierholz. Hinten drauf kommt noch eine Stützkonstruktion aus Profilholz. Dann wird es farblich noch behandelt und das Schild kann montiert werden.

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Die Verstärkung des Werbeschilds
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Das Schild ist montiert und schon werden Steinkohlen verkauft.